Idyllische Fahrten durch die Rebberge der La Côte mit Besuch eines Weingutes
Die Stille und die Natur auf den Jurahöhen erleben
Geschichte und Kultur des Kanton Waadt kennenlernen
Für uns Deutschschweizer ist der Kanton Waadt eher eine weniger bekannte Region. Wir kennen die Region Genfersee hauptsächlich aus Wandkalendern. Aber auf den Jurahöhen oberhalb der La Côte hat es weite Flächen mit traditioneller Alpwirtschaft, ideale Voraussetzung für Velotouren abseits des Verkehrs. Durch mehrere beruflichen Aufenthalte in meiner Jugendzeit, habe ich diese Region liebgewonnen. Der Kanton Waadt ist geprägt mit mehreren geschichtlich bedeutenden Epochen – von der Savoyer- zur Berner-Zeit bis zum heutigen Kanton Waadt. Der Kanton Waadt, ein napoleonisches Konstrukt, ist höchst spannend und unendlich tiefgründig. Mein Hintergrundwissen gibt Einblick in das Verständnis der Suisse Romande. Der Besuch eines regionalen Weinkellers ist ein elementarer Bestandteil unseres Aufenthaltes.
Am Genfersee ist es in der Regel ein paar Grad wärmer als in der Deutschschweiz. Dies wollen wir ausnützen und empfehlen unseren Aufenthalt bereits ab Ende April, Mai oder im September, Oktober.
Unser Reiseprogramm
1. Tag
Individuelle Anreise zu unserem Ausganspunkt in der La Côte. Wir reisen mit unserem eigenen Fahrzeug direkt zum Hotel. Treffpunkt: Sonntag im späteren Vormittag. Wir starten gleich für ein kurzes, regionales Einfahren in Richtung Morges. Das Städtchen Morges ist bekannt für die Floralies; d.h. blühende Tulpen von April bis Mitte Mai und Dahlien von Juli bis Oktober. Am Nachmittag durchqueren wir die Rebberge, vorbei an imposanten Schlössern aus der Savoyer- und Berner-Epoche. Abends treffen wir uns rechtzeitig zum Apero mit anschliessendem Nachtessen.
Tagesleistung: 46 km, 520 Hm
2. Tag
«Là-haut sur la montagne, l’était un vieux chalet …» So beginnt ein altes Schweizer Volkslied, das beweist, dass Alphütten schon seit jeher ein beliebter Anziehungspunkt waren. Die heutige Tour ist m.E. die schönste Etappe. Wir verlassen die Reben und fahren hinauf, auf die Jurahöhen. Dieser Aufstieg ist streng, aber er lohnt sich. Auf der Höhe angekommen (ca. 1200 MüM), öffnet sich eine grosse Ebene bespickt mit Felsklippen des Waadtländer Falten-Jura. Wir folgen dem Höhenzug und durchqueren die im Jura typischen Waldweiden, abgegrenzt mit ihren naturnahen Trockensteinmauern. Bei einem Chalet kehren wir ein und geniessen das traditionelle Fondue. Wir setzen die Fahrt fort in der Stille der Jura-Hochebene. Zurück in den Reben der Region La Vaud machen wir Halt bei einem Winzer und lassen den Tag ausklingen.
Tagesleistung: 60 km, 1100 Hm
3. Tag
Der heutige Tag ist geprägt von Geschichte, Leidenschaft und Fantasienwelt. Wir starten südwärts durch die Rebberge. Die idyllisch kleinen Winzerdörfer laden ein zum Verweilen. Die imposanten Schlösser aus der Savoyer- als auch der Bernerzeit geben Einblick in die Vergangenheit der Waadt. Bei einer Kaffeepause im Chateau de Vuillerens geniessen wir den Ausblick auf die grosse Ebene der La Cote, die Savoyer- und Walliser Alpen; mit etwas Glück sehen wir das Mont Blanc-Massiv. Der Mittagshalt machen wir in der Mühle von Severy. Wir erhalten einen kurzen Einblick in die Ölgewinnung früher und heute. Am Nachmittag geht es zurück am Fusse des Jura. Unterwegs machen wir Halt und tauchen ein in die gotische Fantasienwelt eines Künstlers. Das heutige Abendessen ist ausser Haus. Wir geniessen eine regionale Spezialität bei einem feinen Tropfen Chasselas.
Tagesleistung: 62 km, 960 Hm
4. Tag
Heute ist unser letzter Tag. Der Weg führt uns durch die Rebberge Richtung Nyon. Bei der bekannten Kirche von Luins gibt’s noch ein letztes Fotoshooting. Wir geniessen hier eine wundervolle Aussicht Richtung Genfersee und das dahinterliegende Savoyen. Bei guter Fernsicht sehen wir den Mont-Blanc oder den Jet d’Eau von Genf. Wir fahren weiter entlang des Jura nach Nyon. Der wunderschöne Quai, lädt ein zum Verweilen. Die stark ausgebauten Festungen aus der Savoyer- und Berner Zeit lassen erahnen, welche Bedeutung damals eine wirksame Verteidigung gehabt haben muss. Nun geht’s wieder zurück. Wir durchqueren grosse Agrarflächen der La Côte, bevor wir ein letztes Mal aufsteigen zu unserem Hotel. Rechtzeitig vor dem Abendverkehr, heisst es Abschied nehmen, bevor wir unsere Heimreise antreten.
Tagesleistung: 27 km, 280 Hm
Ideale Reisezeit
Ab Mitte April bis Ende Juni
Ende August bis Mitte Oktober
Kosten
Richtpreis pro Person für 4 Tage und 6 Teilnehmer: Fr. 900.-